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Locuteurs natifs uniquement

Übersetzungen ins Französische

Übersetzungen ins Französische werden konstant stark nachgefragt. Kein Wunder, ist es doch eine der weltweit wichtigsten Amts- und Verkehrssprachen. Wir haben Ihnen einen kleinen Überblick über die französische Sprache, ihre Verbreitung und ihre Besonderheiten zusammengestellt.

Französisch – viel mehr als die Sprache der Liebe, der Intellektuellen und der Mode

Die Sprache der Liebe, die Sprache von Édith Piaf oder Molière – die Rede ist vom Französischen. Französisch ist die Sprache von einflussreichen Philosophen der Aufklärung wie Jean-Jacques Rousseau oder Voltaire. Literarische Werke von Weltrang wurden auf Französisch verfasst. Sicherlich kennen Sie Madame Bovary von Gustave Flaubert? Oder Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry?

Die französische Sprache erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Allein im Jahr 2018 gab es weltweit ca. 132 Millionen Französischlernende. Es ist also nicht verwunderlich, dass Französisch den zweiten Platz der meistunterrichteten Fremdsprachen belegt, direkt nach Englisch.

Ausbreitung des Französischen über den Globus

Weltweit gibt es ca. 300 Millionen Sprecher, womit sich Französisch im globalen Vergleich nun auf Platz fünf der meistgesprochenen Sprachen befindet – nach Mandarin, Englisch, Spanisch und Arabisch. Eine interessante Tatsache ist, dass die meisten französischsprachigen Menschen nicht etwa in Frankreich leben, sondern auf dem afrikanischen Kontinent.

Viele afrikanische Staaten waren früher französische Kolonien. Eine Ausnahme bildet die Demokratische Republik Kongo, wo die französische Sprache von den Belgiern eingeführt wurde. Sollten Sie also eine Reise nach Marokko, Mauritius oder auf die Seychellen planen, wird Ihnen die französische Sprache ein sehr nützlicher Begleiter sein.

In den südostasiatischen Staaten Laos, Vietnam und Kambodscha ist Französisch aufgrund der kolonialen Vergangenheit immer noch eine wichtige Bildungssprache. Neben Englisch ist Französisch die einzige Sprache, die auf allen fünf Kontinenten gesprochen und unterrichtet wird.

In 32 Staaten gilt sie als offizielle Sprache (z. B. in Belgien, Kanada oder der Schweiz) und sie wird in vielen internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation oder der Europäischen Union als Arbeitssprache verwendet.

Sie belegt unter den Internetsprachen den vierten Platz, d. h., wenn Sie eine Website für Ihr Unternehmen erstellen, lassen Sie sie am besten auch ins Französische übersetzen, um mehr Reichweite zu erhalten. (Wir unterstützen Sie natürlich gern bei der Übersetzung!)

Sprachliche Einflüsse im Deutschen

Französisch übt in vielen kulturellen Bereichen einen großen Einfluss aus, z. B. im Theater, im Tanz oder in der Mode (was selbst eine Entlehnung des französischen Wortes la mode ist). Auch mit wenigen oder gar keinen Französischkenntnissen werden Ihnen Ausdrücke wie z. B. haute couture, revers, decolleté oder corsage ein Begriff sein. Ebenso werden Sie die Wörter in den folgenden Sätzen sicherlich problemlos verstehen können:

Was würden Sie eher bevorzugen? Einen Blazer aus satin oder einen mit paillettes? Je nach Anlass kann beides très chic aussehen. Und auch in diesem Jahr sind plateau, volants und Röcke und Kleider aus plissée noch en vogue! À propos: Die Plateauschuhe sind zwar zum Teil aus dem Französischen entlehnt, werden aber in Frankreich als chaussures à plateforme bezeichnet.

Auch in anderen Alltagssituationen begegnen uns immer wieder französische Begriffe, z. B. bei einem Restaurantbesuch. Wir bestellen die Gerichte à la carte und beginnen mit einem apéritif und ein paar köstlichen canapés. Der Salat wird mit einer leckeren vinaigrette serviert und zum Hauptgang gibt es entrecôte. Oder doch coq au vin? Und das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss, etwa in Form einer mousse au chocolat oder crème brûlée.

Das waren natürlich nur einige der vielen französischen Wörter, die in der deutschen Sprache verwendet werden. Und bei so vielen Wörtern, die sich im Alltag wiederfinden, wird Ihnen das Vokabelnlernen sicherlich nicht schwerfallen.

Die romanische Sprachfamilie

Da Französisch zu den romanischen Sprachen zählt, die sich aus dem Vulgärlatein entwickelt haben, erleichtert es das Erlernen von anderen romanischen Sprachen wie dem Italienischen, Portugiesischen oder Spanischen. Auch wenn sich die Sprachen weiterentwickelt haben, gibt es innerhalb der romanischen Sprachen immer noch einige Ähnlichkeiten, was den Wortschatz betrifft, wie Sie an den folgenden Beispielen erkennen können:

Lateinischer Ursprung

Französisch

Spanisch

Italienisch

Portugiesisch

Rumänisch

Deutsche Übersetzung

quinque

cinq

cinco

cinque

cinco

cinci

fünf

clavis

clé

llave

chiave

chave

cheie

Schlüssel

nox

nuit

noche

notte

noite

noapte

Nacht

hospitale

hôpital

hospital

ospedale

hospital

spital

Krankenhaus

Mit Französisch als Grundlage können Sie also zwei oder mehrere Fliegen bzw. Sprachen mit einer Klappe schlagen. Für alle, die noch unsicher sind und sich vielleicht denken: „Französisch ist so schwierig … die ganzen Akzente, Häkchen und Dächer über den Buchstaben … und dann diese Aussprache!“ – mit etwas Übung bekommen Sie das hin!

Besonderheiten: Akzente, Häkchen, Dächer – und dann auch noch dieses Näseln …

Die Nasallaute sind eine Besonderheit des Französischen und stellen Anfänger vor einige Schwierigkeiten, da es im Deutschen keine Entsprechung für diese Laute gibt. Dabei werden die Vokale vor den Buchstaben „n“ und „m“ nasal ausgesprochen. Es wird zwischen drei Nasallauten unterschieden, die in den folgenden Beispielen fett markiert sind:

an/en (bzw. am/em)

France, orange, rendez-vous

in/un (bzw. im/um)

Parfum, vin

on (bzw. om)

Bonbon, citron, pardon

Folgen nach dem Vokal die Doppelkonsonanten „mm“ oder „nn“, wird – bis auf einige wenige Ausnahmen – nicht nasaliert.

Es kommt häufig vor, dass das geschriebene Wort in der Aussprache anders klingt. Ein Beispiel sind z. B. Konsonanten am Wortende, die nicht gesprochen werden. Wie bei dem Wort chat (Kater), das [scha] ausgesprochen wird. Folgt aber auf einen Konsonanten der Vokal „e“, ist der Konsonant hörbar, wie bei chatte (Katze), das [schatt] ausgesprochen wird. Der Buchstabe „h“ ist im Französischen stumm, deswegen heißt es am Telefon auch „Allo?“ und nicht wie im Deutschen Hallo?“.

Je nachdem, welcher Vokal sich nach dem Buchstaben „g“ befindet, wird der Konsonant anders ausgesprochen. Vor „a“, „o“ und „u“ wird der Konsonant wie das deutsche „g“ ausgesprochen, wie bei dem Namen Gaston. Vor „e“ und „i“ klingt der Konsonant wie ein stimmhafter „sch“-Laut, wie z. B. bei dem Wort girafe. In dem folgenden Wort, das Ihnen sicherlich bekannt ist, sind sogar beide Aussprachen (deutsches „g“ und stimmhafter „sch“-Laut) vorhanden: garage.

Die gleiche Regel betrifft auch den Buchstaben „c“. Vor „e“ und „i“ klingt es wie der deutsche Doppelkonsonant „ss“, wie z. B. bei cinéma oder cidre. Vor „a“, „o“ und „u“ wird es wie ein „k“ ausgesprochen, wie bei den Wörtern café oder culture. Soll aber das „c“ vor diesen Vokalen wie der Doppelkonsonant „ss“ ausgesprochen werden, hängt man an das „c“ noch ein Häkchen an, die sogenannte Cedille. Die „c“-Cedille (ç) findet man z. B. bei dem Vornamen des früheren französischen Präsidenten François Hollande.

Dann wäre da noch die Sache mit den Akzenten, die so viele Lernende zur Verzweiflung bringt. Dabei liefern die Akzente einen entscheidenden Hinweis, wie Wörter ausgesprochen werden. Es gibt drei verschiedene Akzente: Accent aigu (´), Accent grave (`) und Accent circonflexe (^).

Der Accent aigu wird nur zusammen mit dem Vokal „e“ verwendet und führt dazu, dass „é“ wie ein langes „e“ klingt, wie z. B. in gelée oder café. Ein Accent grave über dem „e“ lässt den Vokal „è“ wie ein deutsches „ä“ klingen (wie bei père, zu Deutsch „Vater“). Ein „e“ mit einem Accent circonflexe („ê“), das wie ein Dach aussieht, wird genauso ausgesprochen wie ein „e“ mit Accent grave. Der Accent grave und der Accent circonflexe werden auch auf den Vokalen „a“, „o“ und „u“ verwendet, verändern aber dort nicht die Aussprache. Akzente auf diesen Vokalen dienen v. a. der Unterscheidung von gleichlautenden Wörtern. Hier ein paar Beispiele:

  • la (die) vs. (da)
  • ou (oder) vs. (wo)
  • sur (auf) vs. sûr (sicher)

Die französische Zählweise

Eine weitere Besonderheit des Französischen ist das Zahlensystem, das meistens für Verwirrung sorgt und Mathe-Phobiker verzweifeln lässt. Im Gegensatz zum Deutschen werden erst die Zehnerzahlen und dann die Einserzahlen genannt (nur die Zahlen 11–16 bilden eine Ausnahme). Dies ist für deutsche Sprecher ungewohnt, aber an sich einfacher, da es der Leserichtung entspricht.

Das Gleiche gilt für alle weiteren Zahlen über 10, auch Hunderter- oder Tausenderzahlen:

  • 24: vingt-quatre (zwanzig vier)
  • 152: cent-cinquante-deux (hundert fünfzig zwei)
  • 2646: deux-mille-six-cent-quarante-six (zweitausend sechshundert vierzig sechs)

Bis zur 60 (soixante) wird das Dezimalsystem noch problemlos angewendet, doch ab 70 wird in Frankreich plötzlich nicht mehr gezählt, sondern gerechnet – und zwar mittels Addition und Multiplikation! Denn um die Zahl 70 auszudrücken, muss man zuerst 60 (soixante) + 10 (dix) rechnen (70 = soixante-dix). Die Zahl 71 (soixante et onze) ist dann folglich „60 + 11“ und so wird bis 79 weitergerechnet. Um die Zahl 80 auszudrücken, rechnet man „4 x 20“ (80 = quatre-vingts). Ab 81 bis 99 wird multipliziert und addiert, wie in den Beispielen:

  • 82 quatre-vingt-deux (4 x 20 + 2)
  • 90 quatre-vingt-dix (4 x 20 + 10)
  • 97 quatre-vingt-dix-sept (4 x 20 + 10 + 7)

Wer sich in Belgien oder in der französischsprachigen Schweiz aufhält, hat Glück, denn dort spart man sich die komplizierten Rechnungen und verwendet weiter das Dezimalsystem. Die Zahlen 70 und 90 werden hier septante und nonante genannt. Bei der Zahl 80 wird unterschieden: Während es in Belgien – wie in Frankreich – quatre-vingts heißt, wird in ein paar Kantonen der Schweiz (z. B. Waadt oder Wallis) der Begriff huitante verwendet. Der Begriff octante gilt mittlerweile als veraltet.

Falsche Freunde

Auch im Französischen gibt es „falsche Freunde“, die sogenannten faux amis. Damit Ihnen kein Fauxpas unterläuft, sind hier einige Beispiele:

Wahrscheinlich haben Sie in der Bäckerei schon einmal das Schaumgebäck Baiser gesehen? Auch wenn das französische baiser „Kuss“ bedeutet (oder unter anderen Umständen auch etwas Derberes), nennt man das Gebäck in Frankreich meringue.

Mit clavier ist nicht etwa das Musikinstrument gemeint, sondern die Computertastatur. Apropos Musik: Der dirigeant mag zwar eine Führungsperson sein, der Dirigent eines musikalischen Ensembles heißt aber chef d’orchestre.

Und wenn Sie sich mal verlaufen und den Weg nicht wiederfinden, hilft Ihnen ein Zirkel (compas) gewiss nicht weiter. Bestimmt aber eine boussole.

Quellen

Titelfoto: Khamkeo Vilaysing on Unsplash

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