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Sólo hablantes nativos

Übersetzungen ins Spanische

Spanisch ist eine der Weltsprachen überhaupt. Wie bei allen Übersetzungsaufträgen lassen wir die Texte auch hier ausschließlich von Muttersprachlern übersetzen. Dabei sind für uns Hinweise zum Zielland unerlässlich, denn Spanisch ist nicht gleich Spanisch. Nicht nur das europäische und das lateinamerikanische Spanisch unterscheiden sich oft deutlich voneinander, vor allem hinsichtlich des Wortschatzes. Auch innerhalb Lateinamerikas gibt es teils starke Unterschiede, die geschichtlich, kulturell und ethnisch bedingt sind. 

Sie sprechen kein Spanisch?

Dann sollten Sie dennoch etwas darüber wissen, denn es ist immerhin die Muttersprache von über 400 Millionen Menschen weltweit, und damit die am zweitmeisten verbreitete Muttersprache nach Chinesisch. Außerdem lernen immer mehr Menschen Spanisch, nur Englisch lernen mehr (Französisch und Mandarin etwa genauso viele). Das zeigt sich auch in den Schulen, wo sich vermehrt Schülerinnen und Schüler für Spanisch als zweite Fremdsprache entscheiden. Neben Spanien selbst gibt es zahlreiche andere Länder, in denen Spanisch gesprochen wird. Viele davon liegen natürlich in Südamerika, aber auch in der afrikanischen Republik Äquatorialguinea ist es eine der Amtssprachen. Als solche dient das Spanische auch zahlreichen internationalen Organisationen, zum Beispiel den Vereinten Nationen. Kein Wunder also, dass viele Menschen ihre Texte auch ins Spanische übersetzen lassen möchten.

Auf den Kopf gestellt

Sieht man sich einen spanischen Text an, fallen sofort die Frage- und Ausrufezeichen ins Auge. Sie stehen nämlich nicht nur am Satzende wie im Deutschen, sondern auch kopfüber am Satzanfang:

¿Hablas español?

¡Sí, claro!

Das ist deswegen praktisch, weil die Wortstellung im Spanischen in einem Fragesatz die gleiche ist wie in einem Aussagesatz. So weiß man beim Lesen direkt, ob es sich um eine Frage oder eine Aussage handelt, was nicht nur dazu beiträgt, dass man den Sinn eines Textes schneller versteht, sondern auch dazu, dass man besser intonieren kann, wenn man laut vorliest:

¿Habla español?

¡Habla español!

Gesprochenes und geschriebenes Spanisch

Die Aussprache und die Schreibweise eines Wortes sind im Spanischen eng verknüpft. Es gilt natürlich erst einmal, das Alphabet mit seinen Besonderheiten zu erlernen. Dazu gehört etwa das ñ wie in España oder der Digraph (d. h., zwei Buchstaben verkörpern einen Laut) ll wie in lluvia (Regen). Doch hat man das phonetische Repertoire des Spanischen verinnerlicht, ist das Lesen spanischer Texte – anders als z. B. im Französischen – ein Leichtes!

Wie in den anderen romanischen Sprachen gibt es einige lautliche Besonderheiten. Genau wie im Italienischen und Französischen gibt es Regeln zur Aussprache von g und c – je nachdem, welcher Vokal ihm folgt: Vor a, o und u wird das g wie das deutsche gesprochen und das c wie unser k. Vor e und i wird das g [x] ausgesprochen, also wie das deutsche ch (lachen, Buch), und das c wird zu [θ], was dem englisch th entspricht – allerdings nur in Spanien, in Lateinamerika hingegen wird es zu [s], gesprochen wie unser ss. Soll ein g vor e und i auch wie eines gesprochen werden, wird einfach noch ein u dazwischengesetzt wie bei guerra oder guitarra. Ein c hingegen wird durch dasselbe Mittel lautlich nicht zum k, sondern das u wird auch als solches vernehmbar. Hier findet eine Verschmelzung zum Diphtong statt, d. h., zwei Vokale werden als eine Silbe gesprochen wie in cuerpo oder cuidado. Lautlich wird das, was wir als k vor e und i kennen, im Spanischen durch qu dargestellt (queso, química).

Eine weitere signifikante Gemeinsamkeit mit anderen romanischen Sprachen ist die, dass es das h zwar graphisch gibt, es wird allerdings nicht gesprochen. Spanier haben ähnliche Probleme wie Franzosen, Italiener oder Portugiesen, diesen Hauchlaut umzusetzen, wenn sie Deutsch sprechen.

Wenn man weiß, wie ein Wort geschrieben wird, weiß man in den allermeisten Fällen, wie es ausgesprochen wird. Es gibt nur wenige Abweichungen von dieser Regel. Generell werden auch Fremdwörter von der spanischen Phonetik einverleibt und der spanischen Schreibweise angepasst – Whisky wird somit zu güisqui und CD-ROM zu cederrón.

Das ü wie hier bei güisqui wird übrigens nicht als deutsches ü gesprochen, sondern zeigt nur an, dass dieser Buchstabe überhaupt gesprochen wird, und zwar als u. Ohne Punkte ist das u zwischen g und e oder i stumm. Diese Pünktchen auf Buchstaben nennt man Trema (Spanisch: diéresis). Ein weiteres Beispiel hierfür ist das in deutschen Ohren sehr niedlich klingende pingüino.

Deutlich leichter als im Deutschen ist im Spanischen die Deklination von Substantiven. Sie bleiben nämlich in allen Kasus unverändert, nur der davorstehende Artikel (el und la im Nominativ Singular bzw. los und las im Plural) ändert sich und im Plural wird lediglich ein s bzw. es ans Substantiv angehängt.

Grammatische Herausforderung: der Subjuntivo

Neben den unregelmäßigen Verben – für die es wirklich keine Regel gibt, hier muss man einfach lernen – ist das Schwierigste am Spanischen wohl der Subjuntivo. Er hat schon so manche Lernende mit Deutsch als Muttersprache zur Verzweiflung getrieben, denn im Deutschen gibt es diesen Modus nicht. Er wird oft in die Nähe des deutschen Konjunktivs gerückt, man sollte die beiden aber keinesfalls gleichsetzen. Der Subjuntivo wird unter anderem benutzt, um über Gefühle und Wünsche zu sprechen sowie um die eigene Meinung oder Zweifel zu äußern. Bestimmte Signalwörter weisen oft darauf hin, dass das folgende Verb im Subjuntivo stehen sollte. Möchte man beispielsweise einen Wunsch äußern, findet man häufig ojalá … (hoffentlich) im Satz vor. In Nebensätzen steht der Subjuntivo nach bestimmten Verben (esperar, querer, ordenar – hoffen, wollen, anordnen) in Verbindung mit que. Diese hinweisenden Wörter ergeben eine lange Liste. Auch hier hilft nur üben, üben, üben … Und das gewissenhaft, um den Subjuntivo kommt man im Spanischen nämlich nicht herum.

Falsche Freunde

Wie immer, wenn man Sprachen vergleicht, gibt es sogenannte falsche Freunde oder falsos amigos, auf die man besonders achtgeben muss. Wörter also, die so ähnlich klingen wie deutsche, aber etwas ganz anderes bedeuten als diese. Einige Beispiele:

Alto bedeutet im Spanischen hoch oder Halt, aber nicht alt, wie man meinen könnte.

Die caseta ist ein kleines Häuschen, keine Kassette, und hinter gato verbirgt sich die Katze (nicht der Gatte).

Mit einer carta kann man weder telefonieren noch bezahlen, wir können sie nur verschicken: als Brief nämlich.

Ins gimnasio können wohl auch Kinder und Jugendliche gehen, doch von Lernstoff und Hausaufgaben bleiben sie dort, im Fitnessstudio, definitiv verschont.

Und wenn ein Herr sich gerne in einem vestido unter einem mantel und mit einer schicken capa auf dem Kopf herausputzen möchte, ist er am Ende womöglich überhaupt nicht so gekleidet, wie er es beabsichtigt hat, denn: vestido = Kleid, mantel = Tischdecke, capa = Umhang. Dass er dafür nicht die erwarteten complementos bekommt, ist vielleicht nicht so schlimm – die kann er sich dann auf jeden Fall auch noch umhängen (complemento = Accessoire)!

Außerdem dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen jemand ein regalo mitbringt oder die cerveza tatsächlich im vaso serviert. Ahnen Sie, was sich dahinter verbirgt?

Wussten Sie eigentlich …

… dass Spanisch nicht nur eine vielgesprochene, sondern auch eine der schnellsten Sprachen der Welt ist? In Lateinamerika redet man zwar deutlich langsamer als in Spanien, laut einer französischen Studie sprechen spanischsprachige Menschen im Schnitt aber immer noch 7,82 Silben pro Sekunde. Zum Vergleich: Deutschsprachige schaffen durchschnittlich 6 Silben pro Sekunde – das sind in einer Minute 120 Silben weniger. Ein Trugschluss wäre es allerdings zu glauben, dass durch ein hohes Sprechtempo auch Informationen schneller weitergegeben würden. Denn alle untersuchten Sprachen transportieren den Inhalt mit 39 Bit pro Sekunde von Mund zu Ohr. Lassen Sie sich also Zeit – sowohl im Deutschen als auch im Spanischen. Wichtig ist schließlich, dass Ihr Gegenüber versteht, was Sie sagen möchten.

Titelfoto: Olya Kobruseva on Pexels

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