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Sadece ana dili konuşanlar

Übersetzungen ins Türkische

Die Verbindung zwischen der Türkei und Deutschland ist seit Jahrzehnten eine ganz besondere: Fast 1,5 Millionen türkische Staatsbürger leben bei uns und stellen damit die größte Ausländergemeinschaft in Deutschland. Eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen ist wiederum die Türkei. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Nationen sind eng, weshalb entsprechende Übersetzungsaufträge eine feste Konstante in unserem beruflichen Alltag sind. Türkisch ist eine spannende Sprache voller einmaliger Eigenheiten!

Die türkische Sprache und ihre Besonderheiten

Den „Süpermarket“ an der Ecke kennen wir alle, den „Döner“ sowieso und auch die Abschiedsformel „güle güle“ ist den meisten geläufig. Was fällt auf? All diese Alltagsvokabeln enthalten Umlaute, die zum Beispiel Briten, Spaniern und Franzosen Schwierigkeiten bei der Aussprache bereiten, uns Deutschen aber gar nicht. Schließlich kennen wir sogar deren drei – „ä“, „ö“, „ü“. Das „ä“ allerdings sucht man im Türkischen vergeblich, „ö“ und „ü“ kommen dagegen recht häufig vor.

Dass wir Türkisch überhaupt lesen können, verdanken wir einer Reform von Atatürk aus dem Jahr 1928, der in der Türkei die lateinische Schrift einführte. Zuvor war arabische Schrift verwendet worden.

So sind uns die Buchstaben im Großen und Ganzen vertraut, dennoch gibt es ein paar Besonderheiten:

Graphische und phonetische Besonderheiten des türkischen Alphabets

In der Grundschule wurde uns beigebracht, dass das i-Tüpfelchen nur auf dem kleinen „i“ steht, während das große „I“ einfach ein langer Strich ist. Nicht so im Türkischen. Diese Sprache kennt auch das „İ“, also einen Großbuchstaben mit Pünktchen drauf. Die Aussprache ist mit der im Deutschen identisch.

Doch Obacht: Im türkischen Alphabet findet sich auch noch das „I“ bzw. „ı“. Hierbei handelt es sich um einen stumpfen Ton, vergleichbar dem zweiten „e“ im Deutschen Wort „gehen“.

Das Türkische unterscheidet „S/s“ und „Ş/ş“ mit Cedille. Ersteres wird immer scharf (wie am Ende von „Glas“) ausgesprochen, zum Beispiel in dem wichtigen Wort „sevmek“ – „lieben“.

„Ş/ş“ entspricht klanglich dem deutschen „sch“, zum Beispiel in „şişe“ – „Flasche“. Hier kann man das „sch“ gleich doppelt zischen hören.

Auch der Buchstabe „C/c“ (gesprochen: „dsch“) taucht in der Variante mit Cedille („Ç/ç“ – gesprochen: „tsch“) auf. Wichtig, um beispielsweise nicht das Glas („cam“) mit der Tanne („çam“) zu verwechseln.

Eine weitere Besonderheit ist das „Ğ/ğ“. Dieser Buchstabe ist gar kein eigenständiger Laut, sondern dient nur dazu, den vorausgehenden Vokal länger zu machen, zum Beispiel in „ağac“, was in etwa „aadsch“ ausgesprochen wird und „Baum“ bedeutet. Im Deutschen haben wir etwas Ähnliches mit dem Dehnungs-h wie in „wohnen“ oder „Wahl“.

Was das Ypsilon („Y/y“) angeht, so klingt es wie das deutsche „J“, zum Beispiel in „Jahr“.

Das türkische „J/j“ dagegen entspricht eher dem französischen. Sprechen wir das bestens bekannte französische Wort „Jalousie“ oder „Garage“ aus, dann haben wir den Laut.

Das „Z/z“ wird als stimmhaftes „S“ ausgesprochen, so wie in „Socke“.

Während die Aussprache des „V“ im Deutschen verwirrend ist („Vogel“ wie „Fogel“, aber „Vase“ wie „Wase“), kennt das Türkische nur eine Möglichkeit, nämlich das wie „w“ klingende „V“ (etwa in „Violine“ oder „Vokal“).

Freude an Harmonie und Vermeidung von Missklang

Apropos Vokal: Das Türkische legt Wert auf Harmonie, genauer gesagt auf Vokalharmonie. Im Gegensatz zum Deutschen, wo dunkle und helle Vokale bunt gemischt aufeinandertreffen, enthalten die meisten türkischen Wörter entweder nur dunkle („a“, „i“, „o“, „u“) oder nur helle („e“, „i“, „ö“, „ü“) Vokale.

Interessant wird dies bei der Pluralbildung. Es gibt die Pluralendungen „-lar“ und „-ler“. Welche von beiden an ein Wort angehängt wird, hängt davon ab, ob der letzte Vokal dunkel oder hell ist.

Der Plural von „araba“ („Auto“) zum Beispiel lautet „arabalar“, weil der letzte Vokal („a“) dunkel ist.

Bei einem anderen Verkehrsmittel – „gemi“ („Schiff“) – dagegen ist der letzte Vokal ein heller („i“), also lautet der Plural „gemiler“.

Diese Liebe zur Harmonie spiegelt sich auch darin wider, dass das Türkische Konsonantenhäufungen verabscheut. Ein Wort wie „selbstschließend“, in dem gleich acht Konsonanten aufeinanderfolgen? Undenkbar!

Um solche Monstrositäten zu vermeiden, verwendet die türkische Sprache Füllvokale. Sehen wir uns doch mal jenen Satz an, den man in allen Sprachen beherrschen sollte: „Ich liebe dich.“ Auf Türkisch lautet er: „Seni seviyorum.“

Das Wort „sevmek“ für „lieben“ haben wir oben schon kennengelernt.

Der Wortstamm ist „sev“ und die Konjugationsendung für die erste Person Singular (Ich-Form) „yorum“. Damit nicht zwei Konsonanten unelegant aufeinandertreffen, wird zwischen „sev“ und „yorum“ ein Füllvokal, das „i“, eingefügt, ein heller Laut, der mit dem „e“ harmoniert. Da hört man doch gleich die Violinen seufzen …

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